Mein Gastland

Cajamarca – Bunter Karneval

Rund zwei Wochen nach unserer Südperu-Reise waren wir schon wieder unterwegs. Diesmal nach Cajamarca, bekannt als die Stadt des Karnevals. Wir kamen am Samstagmorgen pünktlich zum Beginn des Karnevals an.

Farbschlacht

Als wir morgens durch die Straßen liefen, wurden bereits an vielen Straßenecken Beutel mit Farbpulver verkauft. Um die Mittagszeit fingen dann die Umzüge an. Mit Musik und guter Laune zogen die Leute durch die Straßen und bewarfen sich gegenseitig mit Farbe. Als wir uns nach einigen Stunden dazu entschieden, wieder in unsere Unterkunft zu gehen, fiel uns auf, dass wir die Orientierung verloren haben. So irrten wir zuerst in die falsche Richtung und bekamen nochmal viel mehr Farbe und Wasser ab als uns lieb gewesen wäre.

Noch mehr Wasser

Am Sonntag präsentierten die verschiedenen Vereine ihre Kostüme. Eine Straße, die sich durch die gesamte Stadt zieht, wurde für diesen Umzug gesperrt. Außerhalb des Zentrums war die Stadt heute wieder ruhig. Doch auch an diesem Tag wurden Leute (vorzugsweise Touristen) mit Wasserspritzpistolen und Wasserbomben nass gemacht. Als wir uns später vom Zentrum entfernten, fuhr uns ein Auto entgegen und bevor ich reagieren konnte, zerplatzte eine Wasserbombe auf meinem Auge. Für mich war Karneval an diesem Punkt beendet. Aufgrund meines Aussehens wurde ich mehr mit Farbe und Wasser abgeworfen als die anderen und auch mein Nein wurde nicht akzeptiert, doch aus einem fahrenden Auto eine Wasserbombe ins Gesicht zu werfen, geht meiner Meinung nach definitiv zu weit. Wir verbrachten den restlichen Nachmittag geschützt in einer Mall und kehrten dann mit einem Taxi zu unserer Unterkunft zurück.

Unterrichtsausflug

Wenn man Cajamarca besucht, sollte man natürlich auch eine Reise in die Geschichte machen, denn in Cajamarca nahm der spanische Eroberer Pizarro den letzten Inka-Herrscher Atahualpa gefangen. Wir besuchten zuerst den Aussichtspunkt „Mirador Cerro Santa Apolonia“, hier ist der Inka-Thron auf dem schon Atahualpa gesessen haben soll in einen Stein gehauen. Danach liefen wir zurück in die Stadt, wo die Gefängniszelle von Atahualpa („Cuarto del Rescate“) besichtigt werden kann. Die Spanier forderten einen Raum voll Gold als Lösegeld, doch obwohl die Inka das Gold herbeischafften, wurde Atahualpa hingerichtet.

Silla del Inca
Cuarto del Rescate

Fazit

Für den Fasching würde ich nicht nochmal nach Cajamarca gehen. Die historischen Orte fand ich sehr interessant, vor allem wenn man das Wissen dazu bereits aus dem Unterricht hat.

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