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Programmabbruch!?

Seit einem Monat bin ich wieder in Deutschland und eigentlich wollte ich diesen (voraussichtlich letzten) Blogartikel zeitnah schreiben, aber die Eingewöhnung fiel mir schwer. Die letzten Wochen vor unserer Rückreise verbrachten wir in Quarantäne; das Haus durften wir nicht mehr verlassen. Wir konnten uns weder von unseren Freunden noch von unseren Lieblingsorten verabschieden.

Die letzten Wochen

Nachdem das Coronavirus auch in Peru angekommen ist, herrschte erstmal Verwirrung. Teilweise arbeiteten die Freiwilligen noch weiter, teilweise stellten die ersten Einrichtungen ihre Arbeit ein. Eine einheitliche Regelung für uns Freiwillige von Seiten unserer Organisation gab es erst einige Zeit später. Schließlich kam der Tag, ab dem wir nicht mehr aus dem Haus durften. „Spazieren gehen“ sollten wir nach Aussage des Local Chapters in unserem Haus. So verbrachten wir die Abende auf dem Dach und beobachteten die Polizeistreifen, die uns zur Einhaltung der Quarantäne zwangen.

Die Rückreise

Als die Rückholaktion des Auswärtigen Amtes begann, war auch uns klar, dass wir bald gehen müssen. Am 31. März bekamen wir von der Botschaft einen Anruf, dass wir für den Rückflug am 03. April eingeplant sind. Für den Transport nach Trujillo seien wir allerdings selbst verantwortlich. Auch wenn es noch keine Neuigkeiten zum Transport gab, stellte ich mir meinen Wecker für den nächsten Tag sehr früh, falls wir direkt am Morgen nach Trujillo fahren. Tatsächlich fand ich am Morgen des 01. Aprils eine WhatsApp-Nachricht (Ein Anruf wäre vielleicht besser gewesen!?) von unserem Local Chapter auf meinem Handy. Um 9 Uhr sollen wir uns am Plazuela treffen. Dort wartet ein Fahrer auf uns.

Wie wir zum Treffpunkt kommen sollten, wussten wir nicht. Combis fuhren keine, den Anruf beim Taxiunternehmen nahm niemand an… Zum Glück konnte mein Gastvater fahren und so übertrug unser Local Chapter spontan alle Aufgaben auf mich. Ich sollte mich darum kümmern, dass wir alle zum Treffpunkt kommen; ich sollte mit dem Fahrer in Kontakt bleiben und ihn informieren, dass wir etwas später am Plazuela sein werden. Wenigstens hatte ich nun endlich mal eine Aufgabe in meinem Freiwilligendienst. Schade, dass er erst anfing in meine Fähigkeiten zu vertrauen, als er selbst mit seinem überragenden Organisationstalent an seine Grenzen stieß.

Am frühen Nachmittag kamen wir in Trujillo an. In den nächsten Stunden trafen noch andere Deutsche ein. Am 03. April gab es nochmal Probleme mit dem Taxi, welches uns zum Flughafen bringen sollte. Ich war froh, als wir endlich alle am Flughafen standen und unsere Dokumente ausfüllten. Nach Temperatur- und Sicherheitskontrollen startete endlich unser Flugzeug nach Santiago de Chile. Am Nachmittag des 04. Aprils landeten wir in Frankfurt am Main.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich bin offiziell immer noch weltwärts-Freiwillige, aber von meinen Auslandstätigkeiten freigestellt. Ich werde auch nicht mehr nach Peru zurückgehen können. Ob ich mich hier in Deutschland sozial engagieren kann, hängt von den kommenden Lockerungen ab. Wie bereits geplant, werde ich im kommenden Wintersemester mein Studium beginnen und auch wenn mir meine Arbeit in Peru dank meiner Organisation nicht viel gebracht hat, eines habe ich sicher mitgenommen: Ich möchte Spanisch studieren!

Fazit

Mit einem endgültigen Fazit über meinen Freiwilligendienst möchte ich mich noch zurückhalten, da ich immer noch offizielle Teilnehmerin bin und voraussichtlich im September eine Nachbereitung mit meiner Entsendeorganisation stattfinden wird. Alle Blogartikel die ich während der letzten acht Monate geschrieben habe, basieren auf meinen persönlichen Erfahrungen und sind absolut ehrlich. Ob ich das endgültige Feedback auch hier veröffentlichen werde, weiß ich noch nicht. Solltet ihr bis dahin Fragen haben, schreibt mir einfach. 🙂

2 Gedanken zu „Programmabbruch!?“

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